Willkommen auf dem Streuobsterlebnispfad

Lieber Besucher, dieser Streuobsterlebnispfad ist durch das Engagement der Bürger von Mackenrodt und des Landschaftspflegeverbandes Birkenfeld e.V. entstanden, um Ihnen den Lebensraum Streuobstwiese mit seinem Artenreichtum, Sortenvielfalt und Nutzungsmöglichkeiten näher zu bringen.
Lassen Sie sich von uns einladen die Streuobstwiese mit allen Sinnen zu erfahren, die reizvolle Landschaft zu genießen und sich vom Alltagstress zu erholen.


Lebensraum für Mensch und Natur

Bunte Blumenwiesen, seltene Tiere, blühende Obstbäume und knackiges Obst. Das sind die Streuobstwiesen im Hunrück. Sie prägen entscheidend die Kulurlandschaft zwischen Mosel und Nahe und bieten den Menschen ein Erholungsgebiet.
Viele Tiere und Pflanzen finden in den reich strukturierten Obstwiesen einen Lebensraum.
Streuobstwiesen sind ein Stück Kulturgut aus Menschenhand.

 

Wie sind Streuobstwiesen entstanden?

Streuobstwiesen sind ein typischer und althergebrachter Bestandteil der bäuerlichen Kulturlandschaft.
Ab Christi Geburt brachten die Römer Kulturformen der heute gebräuchlichen Arten nach Europa. Es entstanden Obstgärten nahe von Siedlungen für welche üppige Klostergärten als Vorbild dienten.
Im 16. Jahrhundert dehnte sich der Obstbau aus und es entwickelten sich Strukturen, welche die heutige Kulturlandschaft anmutig prägen. Durch zunehmende Grünlandnutzung für die Milchviehhaltung traten Streuobstwiesen in den Hintergrund.

Die Streuobstwiesen beherbergen viele verschiedene, z. T. sehr alte regionale Obstsorten. Diese Sorten sind an die spezifischen Bedingungen ihres Standortes angepasst und bieten eine außerordentliche Formen-, Farben- und Geschmacksvielfalt. Sie gilt es für die Zukunft zu sichern, als Kulturgut und genetische Vielfalt hinsichtlich ihrer wertvollen Eigenschaften (Geschmack, Haltbarkeit, Krankheitsresistenz).


Welche wirtschaftliche Bedeutung haben Streuobstwiesen?

Mit dem Aufkommen moderner Produktionsverfahren und unter dem Kostendruck ausländischer Produzenten erwiesen sich die traditionellen Strukturen als unwirtschaftlich. Mitte der fünfziger Jahre erfolgten umfangreiche Rodungen und die Umstellung von weitläufigen Hochstamm - Wiesen auf Niederstamm–Dichtpflanzungen. Wo eine Intensivierung nicht geeignet war, blieben die alten Strukturen erhalten – diese gilt es, zu schützen!

 


Warum sind Streuobstwiesen erhaltenswert?

 

Paradiese aus Menschenhand,
mehr als 1000 wirbellose Tierarten kann ein einziger Apfelbaum beherbergen, wie Schmetterlinge, Käfer, Ameisenarten, Wespenarten, Würmer und Schnecken,

   
bis zu 40 Vogelarten können in einer Streuobstwiese leben, wie verschiedene Meisenarten, Steinkauz, Wiedehopf, Wendehals, Goldammer oder Gartenrotschwanz
Goldammer  
Kleinstrukturen fördern den Artenreichtum
Streuobstwiesen sind Bausteine für die Biotopvernetzung und sie schützen und prägen ländliche Siedlungen.
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